e-Invoicing-Richtlinie für öffentliche Aufträge in Kraft

Ende Mai 2014 ist die Richtlinie 2014/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.4.2014 über die elektronische Rechnungsstellung der öffentlichen Aufträge in Kraft getreten.

Kern der Richtlinie ist die Verpflichtung öffentlicher Auftraggeber, im Rahmen öffentlicher Aufträge elektronische Rechnungen zu akzeptieren. Durch die neue Regelung soll der bisher mangelnde Interoperabilität der unterschiedlichen nationalen Standards für die elektronische Rechnungserstellung entgegengewirkt werden. Im Ergebnis sollen sich so die Komplexität und die Kosten für Wirtschaftsteilnehmer, die elektronische Rechnungen grenzübergreifend in verschiedenen Mitgliedsstaaten verwenden, verringern.

Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie wird zunächst die zuständige europäische Normungsorganisation mit der Erarbeitung einer europäischen Norm für das Datenmodell einer elektronischen Rechnung beuaftragt. Die erarbeitete Norm soll in weiterer Folge bis spätestens Mai 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden. Anschließend sind die Mitgliedsstaaten verplfichtet, entsprechende Rechts- und Verwaltungsvorschreiften zu erlassen, um die Umsetzung des einheitlichen Standards bis spätestens November 2018 zu gewährleisten.

In Österreich gilt auf Bundesebene bereits seit 1.1.2014, dass sämtliche Bundesdienststellen Rechnungen ausschließlich elektronisch – in strukturierter Form (e-Rechnungen) – akzeptieren dürfen (§ 5 IKTKonG). Die Verpflichtung öffentlicher Auftraggeber, elektronische Rechnungen zu akzeptieren, zieht daher – zumidest im Bereich der öffentlichen Auftraggeber des Bundes – keinen wesentlichen Änderungsbedarf nach sich. Neu ist aber, dass durch die Richtlinie auch eine technisch einheitliche Ausformung der elektronischen Rechnung festgelegt werden soll. Dies war in Österreich bisher nicht der Fall.

 

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014L0055&from=DE

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